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Rassebeschreibung Bearded Collie
(entnommen aus Wikipedia.de, der freien Enzyklopädie)
 
Der Bearded Collie ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse. FCI-Standard Nr. 271, Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1: Schäferhunde
 
 
Herkunft und Geschichtliches
 
Der Bearded Collie ist ein Hütehund, dessen Ursprung im schottischen Hochland liegt. Er wurde, im Gegensatz zum namensähnlichen Border Collie (der als normaler Schäferhund gebraucht wurde) für komplexe Hüteaufgaben eingesetzt, z. B. eigenständiges Treiben von Rinderherden aus den Bergen und dem Auffinden und Zurückführen von verirrten Tieren. Weshalb er auch heute noch von schottischen Farmern als „Highland Collie“ bezeichnet und sehr geachtet wird.
Durch die in Schottland herrschenden Witterungsverhältnisse wurde ein robuster, unkomplizierter Hund mit dichtem Fell gebraucht und gezüchtet. So entstanden die Bearded (bärtigen) Collies (Hütehunde), die mit jenen aus dem tiefer gelegenen Gebieten Schottlands eng verwandt sind.
Der Bearded Collie wird heute wegen seiner besonderen Aggressionsfreiheit überwiegend als Familienhund gezüchtet.
 
 
Beschreibung
 
Der Bearded Collie ist ein schlanker, fröhlicher, ausgeglichener, leicht erziehbarer Hund. Der aufmerksame, unternehmungslustige Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse.
Als ursprünglicher Arbeitshund braucht der Beardie besondere Pflege. Das Fell sollte regelmäßig – 1x wöchentlich – gekämmt werden.
 Die Widerristhöhe beträgt beim Rüden 53-56 cm, bei der Hündin 51-53 cm, bei einem Gewicht von 18-22 kg (Hündin) und 23-28 kg (Rüde); die durchschnittliche Lebensdauer ca. 12-18 Jahre.
Die Körpergröße sollte nicht unterschritten werden.
Das Fell ist mittellang, harsch, glatt, mit weichem Unterfell, auch am Kopf. Die typischen Farben sind blau (grau), fawn (sandfarben), braun oder schwarz mit weißen Abzeichen (an den Pfoten, im Gesicht als Blässe, als Halskrause, an der Rutenspitze).
 Die Augen sollten im Farbton des Fells sein, nicht zu hell, weit auseinander liegend und groß, sanft und liebevoll, aber nicht hervor stehend. Augenbrauen nach oben gewölbt und stehend nach vorne, dabei nicht so lang, dass die Augen verdeckt würden.
Die Ohren sind mittelgroß und herab hängend. Bei Aufmerksamkeit heben sie sich im Ansatz bis zur Höhe des Schädels, aber nicht darüber hinaus und lassen so den Schädel breiter erscheinen.
 Die Rute, reichlich mit Haar bedeckt, ist niedrig angesetzt und so lang, dass der letzte Schwanzwirbel mindestens bis zum Sprunggelenk reicht.
 
 
 
Wesen
 
Ein zuverlässiger, gutmütiger, aktiver Arbeitshund, ohne Anzeichen von Aggressivität. Er besitzt ein großes Einfühlungsvermögen und ist deshalb auch sehr sensibel. Für hektische, nervöse oder cholerische Temperamente ist er nicht geeignet. Für alle anderen ist er der ideale Familienhund.
Im Allgemeinen ist der Bearded Collie anspruchsloser als ein Border Collie und weniger pflegeintensiv als ein Bobtail (Old English Sheepdog).
 
 
 
Rassenamen laut FCI:         Bearded Collie
weitere Namen:                   Highland Collie, Mountain Collie, Hairy Mou ed Collie
 
 
 
FCI-Standard Nr. 271   /   01. Dezember 1989 / D
 
 
Bearded Collie
 
Ursprung:      Großbritannien   /  24.06.1987
Übersetzung: Frau Dr. Elke Jarnut
 
 
 
Allgemeines Erscheinungsbild:
 
Schlanker, drahtiger, aktiver Hund, länger als hoch, im Verhältnis von ungefähr 5:4, gemessen vom vordersten Punkt des Brustbeins bis zu den Sitzbeinhöckern. Hündinnen dürfen geringfügig länger sein. Trotz kräftigen Körperbaus sollte der Hund einen guten Bodenabstand zeigen und nicht zu schwer wirken. Der aufgeweckte, forschende Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse.
 
Charakteristika:
 
aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv
 
Kopf und Schädel:
 
Kopf in richtigem Verhältnis zur Körpergröße. Schädel breit, flach und quadratisch. Der Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein ist gleich der Breite zwischen den Ohröffnungen. Der Fang ist kräftig und entspricht in der Länge dem Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein.
Der Gesamteindruck ist der eines Hundes mit kräftigem Fang und einem Schädel der viel Raum für das Gehirn bietet. Mäßiger Stop. Nasenschwamm groß und quadratisch, meist schwarz, bei blauen und braunen Hunden jedoch normalerweise der Haarfarbe entsprechend. Nasenschwamm und Lefzen einfarbig ohne Tupfen oder Flecken. Die Pigmentierung der Lefzen und der Lidränder ist der Farbe des Nasenschwamms angepasst.
 
Augen:
 
Im Farbton auf die Farbe des Haarkleides abgestimmt, weit auseinander liegend und groß, sanft und liebevoll, nicht hervortretend. Augenbrauen nach oben und nach vorne gewölbt, jedoch nicht so lang, dass die Augen verdeckt werden.
 
Gangart / Bewegung:
 
Geschmeidig, gleichmäßig fließend und weit ausgreifend, bei einem Minimum an Anstrengung raumgreifend.
 
Haarkleid:
 
Doppelt, mit weicher, pelziger und dichter Unterwolle. Deckhaar glatt, hart, kräftig und zottig, weder wollig noch lockig, obgleich eine leichte Wellung erlaubt ist. Länge und Dichte des Haarkleides ausreichend, um Schutz zu bieten und die Form des Hundes zur Geltung zu bringen, jedoch nicht soviel, dass die natürlichen Linien des Körpers verwischt werden.
 
 Das Haarkleid darf in keiner Weise getrimmt werden. Nasenrücken spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist, gerade ausreichend um die Lefzen zu bedecken. An den Wangen, den unteren Lefzen und unter dem Kinn nimmt das Fell zur Brust hin an Länge zu und bildet den typischen Bart.
 
Farbe:
 
Schiefergrau, rötlich rehfarben, schwarz, blau, alle Schattierungen von grau, braun und sandfarben, mit oder ohne weiße Abzeichen. Wenn weiß vorkommt, tritt es am Fang, als Blesse auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust, an den Läufen und an den Pfoten auf. Sofern es als Halskrause vorkommt, darf der Ansatz der weißen Haare nicht über die Schulter hinausreichen. Weiß sollte oberhalb der Sprunggelenke nicht an den Außenseiten der Hinterläufe auftreten. Leichte lohfarbene Abzeichen sind an den Augenbrauen, auf der Innenseite der Ohren, auf den Wangen, unter der Schwanzwurzel und an den Läufen an den Übergangsstellen zwischen Weiß und der Grundfarbe erlaubt.
 
Größe / Gewicht:
 
ideale Schulterhöhe              Rüden:            53 bis 56 cm
                                          Hündinnen:     51 bis 53 cm
 
Gesamtqualität und Proportionen sollten jedoch vorrangig gewertet werden, übertriebene Abweichung von der Idealgröße sollten jedoch nicht gefördert werden.
 
 
Fehler:
 
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
 
Anmerkung:
 
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.